Kupferpfanne

Das Metall der Profis

Aktualisiert am: 11. Juni 2018
Kupferpfanne
Das rotgoldene Metall der Kupferpfanne braucht intensive Pflege, damit sie gut aussieht.
Bereits Meisterchef Auguste Escoffier schwörte auf seine Kupferpfannen. Kein Metall leitet Hitze so schnell und so gleichmäßig wie Kupfer. Das rechtfertigt den hohen Preis dieser Pfannen. Allerdings verliert das rotgoldene Metall auf dem Herd schnell seinen attraktiven Glanz. Kupferpfannen brauchen intensive Pflege, damit sie gut aussehen.

Die rasante Nummer

Kupfer ist ein Material für Pfannen mit langer Tradition. Die ersten Metallpfannen bestanden aus Kupfer. Bereits 2000 Jahre vor Christus brutzelten die Leute in Mesopotamien auf Kupferpfannen. Heute haben günstigere Metalle wie Aluminium und Edelstahl Kupfer als Material für Pfannen etwas in den Hintergrund gedrängt. Dennoch bleiben Kupferpfannen die Wahl der Profiköche. Nur Silber kann es mit der Leitfähigkeit von Kupfer aufnehmen. Kupfer kühlt ebenso schnell ab, wie es sich aufheizt. Deshalb kannst Du mit einer Kupferpfanne die Temperatur exakt regulieren.
 
Plus:
Heizt sich sehr schnell auf
Leichtes Gewicht
Langlebig
 
Minus:
Hoher Preis
Umständliche Pflege
Bedenklich für Allergiker

Kupfer: Schöne Farbe

Kupfer ist neben Gold das einzige Metall, das farbig glänzt. Es leitet Strom genauso gut wie Wärme. Kupfer erhitzt sich 5 Mal schneller als Eisen und 20 Mal schneller als Edelstahl. Nur Silber schlägt Kupfer, wenn es um Wärmeleitung geht. Darüber hinaus ist Kupfer flexibel. Es dehnt sich aus und zieht sich zusammen, ohne zu brechen oder spröde zu werden. Kupferpfannen können auf einen dicken Boden verzichten, da sie die Wärme schnell weitergeben. Deshalb sind sie leichter als Versionen aus Edelstahl, Aluminium oder Eisen. 

Kupferpfanne: Flexible Form

Weil das Material so flexibel ist, haben Kupferpfannen bei Zimmertemperatur einen leicht nach innen gewölbten Boden. Erhitzt sich die Pfanne, dehnt sich der Boden aus und liegt flach auf der Herdplatte. Dennoch kann es zu Lücken kommen. Deshalb eignet sich Kupfer am besten für Gasflammen. Kupfer ist nicht magnetisch und funktioniert daher nicht auf Induktionsplatten. Braten ist in einer Kupferpfanne kein Problem. Du brauchst allerdings reichlich Fett, damit sich nichts anhängt. Außerdem musst Du aufpassen, die Pfanne nicht zu überhitzen. Mehr als 250 Grad tun ihr nicht gut. Für Schmoren eignen sich Eisen-, Edelstahl- oder Aluminiumpfannen besser, da sie die Wärme besser speichern.

Reaktionsfreudiges Metall

Da Kupfer rasch mit Speisen reagiert, sind die meisten Kupferpfannen innen verzinnt oder mit Edelstahl ausgekleidet. In Pfannen aus reinem Kupfer solltest Du fertige Gerichte nicht abkühlen lassen. Verzinnte Kupferpfannen darfst Du nicht über 220 Grad erhitzen, weil ansonsten das Zinn schmilzt. Edelstahl enthält Chrom und Nickel. Wenn Du auf diese Metalle allergisch reagierst, machst Du besser einen Bogen um Kupferpfannen mit Edelstahl. Du kannst Kupferpfannen im Ofen verwenden, solltest sie aber nicht über 250 Grad erhitzen - auch wenn sie mit Edelstahl ausgekleidet sind.

Kupferpfanne kaufen

Bevor Du eine Kupferpfanne kaufst, informiere Dich über die Dicke der Kupferschicht. Manche Hersteller preisen ihre Produkte als Kupferpfannen an, obwohl sie nur mit einer hauchdünnen Schicht überzogen sind. Diese Pfannen reagieren nicht annähernd so flott wie eine Pfanne aus Kupfer, die innen nur dünn verzinnt ist. Die Dicke der Kupferschicht reicht bei gängigen Modellen von 0,5 bis 2 mm. 

Glanz braucht Pflege

Damit Kupferpfannen schön glänzen, brauchen sie hingebungsvolle Pflege. Beim Braten und Schmoren verfärbt sich Kupfer ebenso schnell wie Zinn, mit denen die Pfannen ausgekleidet sind. Falls Dir die Ästhetik egal ist, kannst Du eine Kupferpfanne einfach mit Spülmittel und Schwamm reinigen. Den Glanz stellst Du mit speziellen Poliermitteln für Kupfer problemlos wieder her. Du kannst Kupfer auch mit Zitronensaft und feinem Salz zum Glänzen bringen. Dabei musst Du allerdings aufpassen und nur ganz vorsichtig reiben. Kupfer ist ein weiches Metall, das schnell verkratzt.

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