Induktionspfanne

Im Spiel der Magnetfelder

Aktualisiert am: 01. Juni 2018
Induktionspfanne
Typisches Herdarten-Piktogramm, welches Dich über die Herdeignung informiert.
Bei Induktionspfannen spielen die magnetischen Eigenschaften des Bodens die Hauptrolle. Ein Induktionskochfeld erwärmt sich nicht selbst. Wechselnde Magnetfelder erzeugen Wärme direkt im Kochgeschirr. Eisen ist das ideale Material für Induktionspfannen. Pfannen aus Edelstahl, Kupfer oder Aluminium benötigen einen speziellen Boden, damit sie auf Induktionsfeldern funktionieren.

Energie sparen

Mit einer Induktionspfanne brätst und schmorst du schnell und sparst dabei gleichzeitig Energie. Pfannen aus fast jedem Material können auf einer Induktionsplatte funktionieren. Voraussetzung ist allerdings der sogenannte ferromagnetische Boden, weil Induktion mit Magnetfeldern arbeitet. Kochen auf Induktionsplatten wird immer beliebter, weil diese Methode viele Vorteile bietet. Beispielsweise erwärmt sich die Platte selbst nicht. Das verringert die Gefahr, sich an ihr zu verbrennen. Hier erfährst Du, wie eine Induktionsplatte funktioniert und was beim Braten zu beachten ist.
 
Plus:
Schnelligkeit
Geringe Verbrennungsgefahr
Spart Energie
 
Minus:
Pfanne muss speziell ausgerüstet sein
Geräusche beim Kochen
Elektromagnetische Strahlung
 

Wie funktioniert eine Induktionsplatte?

Die Induktionstechnik funktioniert radikal anders als traditionelle Energiequellen fürs Kochen und Braten. Eine elektrische Platte oder eine Gasflamme erzeugen Hitze. Die Pfanne leitet die Wärme der heißen Quelle zur Oberfläche des Pfannenbodens. Eine Induktionsplatte jedoch erzeugt ein magnetisches Wechselfeld mit Spulen, durch die ein Hochfrequenzstrom fließt. Die Bestandteile eines leitfähigen Pfannenboden geraten durch dieses pulsierende Magnetfeld in Bewegung und heizen sich auf. Das geschieht weitaus schneller als beispielsweise das Aufwärmen eines Cerankochfelds. Deshalb brauchst Du spezielle Pfannen für das Induktionskochfeld. Gusseiserne Pfannen oder Pfannen aus Schmiedeeisen reagieren perfekt auf Magnetfelder. Aluminium - und Edelstahlpfannen dagegen fehlen magnetische Eigenschaften. Sie benötigen einen speziellen Boden aus ferromagnetischem Material, der die Energie der Magnetfelder aufnimmt.

Welche Merkmale sind bei einer Induktionspfanne wichtig?

Label an Topf oder Pfanne für induktive Erhitzung
Damit die Induktionsplatte ihre Wirkung voll entfalten kann, muss die Pfanne in lückenlosem Kontakt mit der Oberfläche stehen. Wenn Deine Gusseisenpfanne ein bisschen verzogen ist, solltest Du sie auf keinen Fall als Induktionspfanne verwenden. Besonders ausgerüstete Aluminium- und Edelstahlpfannen kannst Du problemlos auf Induktionskochfeldern verwenden. Induktionspfannen erkennst Du an dem Wendelsymbol, das einer Heizspirale gleicht. Hochwertige Pfannen haben dieses Symbol an der Unterseite des Pfannenbodens eingeprägt. Bevor Du eine Induktionspfanne kaufst, musst Du den Durchmesser des Pfannenbodens kennen. Er muss unbedingt genau mit der Größe des Induktionsfelds übereinstimmen. Bei beschichteten Pfannen empfehlen sich Modelle mit Keramikbeschichtung. Da sich die Induktionsplatte rasant schnell aufheizt, neigen Teflonbeschichtungen auf Induktionsplatten zum Überhitzen.

Was ist beim Braten mit einer Induktionsplatte zu beachten?

Du solltest das Fett zum Braten nie auf höchster Stufe der Induktionsplatte aufheizen. Die mittleren Stufen reichen vollauf. Induktionskochfelder sind starke Instrumente, die eine geeignete Pfanne rasant schnell erwärmen. Auf höchster Stufe oder mit der Booster-Funktion führt dies dazu, dass sich der Pfannenboden verformt. Du darfst die Pfanne deshalb in der Aufwärmphase auch nie unbeaufsichtigt lassen. Du bevorzugst mit Teflon beschichtete Pfannen? Dann sind Modelle mit Thermospots von Tefal oder Ballarini ideal. Sie zeigen Dir an, wann sie heiß genug zum Braten sind. Mit etwas Erfahrung kommst Du auch ohne diese Hilfsmittel zurecht. Der Wassertest zeigt Dir sofort, ob die Pfanne die richtige Temperatur hat. Wenn ein Tropfen Wasser auf der Oberfläche tanzt, bist Du bereit zum Brutzeln. Eine Induktionsplatte heizt auch die Wände der Pfanne gut auf. Deshalb kannst Du mit dieser Technik hervorragend schmoren. 

Ist die Induktionstechnik gefährlich?

Ein Induktionskochfeld kann magnetische Strahlung in der Umgebung erzeugen. Wenn der Pfannenboden kleiner ist als die Platte, verteilt sich die Magnetwirkung im Raum. Auch ungeeignete Töpfe können die Magnetwirkung entweichen lassen. Wenn die Pfanne nicht exakt die Platte bedeckt - etwa wegen eines verformten Bodens - streut  sich das Magnetfeld ebenfalls. Das kann elektrische Geräte in der Umgebung stören und empfindliche Elektronik sogar beschädigen. Sensible Menschen können darauf mit Schmerzen reagieren. Experten vom Schweizer Bundesamt für Gesundheit (1) raten Menschen mit Herzschrittmachern und anderen elektronischen Implantaten sowie schwangeren Frauen, besonders vorsichtig bei der Verwendung von Induktionskochfeldern (2) zu sein. 

Ölfilm und Geräuschbelästigung

Induktionsplatten funktionieren mit einer Schwingung von 20 bis 100 kHz. Während Du diese Schwingung meist nicht wahrnimmst, kann sie jedoch Öl und geschmolzenes Fett in der Induktionspfanne fein zerstäuben. Das führt mit der Zeit zu einem klebrigen Überzug auf Dunstabzugshaube und Küchenschränken. Ein weiterer Nachteil von Induktionsplatten ist der Lärmpegel. Die Steuerelektronik der Platte benötigt einen Kühler, der Geräusche erzeugt. Normalerweise übertönt das Rauschen der Dunstabzugshaube den Kühler. Aber auch die Schwingungen selbst können sich akustisch bemerkbar machen. Die Pfannen brummen, knacken oder rauschen, wenn die Magnetfelder ihr Metall in Schwingungen versetzen. Je höher die Kochstufe ist, desto lauter wird die Induktionspfanne.

 

Quellen

(1) https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/mensch-gesundheit/strahlung-radioaktivitaet-schall/elektromagnetische-felder-emf-uv-laser-licht/emf.html
(2) https://www.test.de/Kochfelder-Induktion-kocht-schneller-1801889-1802126/
 


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